Februar 22

Zum Lernen ist es nie zu spät

Früher in der Schule war es einfach: Wer zu wenig lernt, bekommt schlechte Noten. Wer heutzutage Lernprogramme anbietet, steht nicht mehr über den Schülern, sondern steht im Dienst seiner Kunden. Als Schüler in der Schule hatte man keine Wahl, aber zahlende Kunden von Lernprogrammen haben Alternativen. Daher legen die Anbieter Wert darauf, ihre Kurse technisch und didaktisch zu optimieren.

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Dr. Arno Giovannini

Zum Beispiel kann man die Zeiten ermitteln, die Lernende in verschiedenen Altersgruppen brauchen, um ein neues Wort zu lernen. Das Ergebnis überraschte: Man kann in jedem Alter eine Sprache lernen. Niemand ist dazu prinzipiell zu alt oder zu jung. Manche brauchen länger, andere sind schneller - das ist alles.

Klingt erstmal gut, oder? Aber hier stellt sich auch die Frage, wie man das herausfinden konnte. Wie lassen sich diese Behauptungen belegen?

Man kann heute messen, wie viel Zeit Sprachschüler zum Erlernen einer Vokabel benötigen. Eine Vokabel taucht zum ersten Mal auf, danach taucht sie erneut in einem anderen Zusammenhang auf. Dann wird abgefragt, ob der Lernende sich an sie erinnert und korrekt anwendet. Einfache Tests können dies belegen. Die Lernzeiten für verschiedene Altersstufen zu vergleichen, ist dann nur noch ein Klacks.

Sprachen lernen als Rentner

Am schnellsten sind Sprachschüler zwischen 20 und 25 Jahren. Sie brauchen 40 Sekunden, um eine Vokabel zu lernen. Für viele fallen das Studium oder ihre Ausbildung in dieses Alter - alles im Leben ist jetzt aufs Lernen ausgerichtet. Das Gehirn ist auf Wissensaufnahme trainiert. Darum geht es beim Lernen von Vokabeln auch so schnell.

Sprachschüler unter 20 sind überraschenderweise nicht schneller, sondern brauchen sogar etwas länger als die Studenten. Woran liegt das? Vielleicht sind die Jugendlichen schneller abgelenkt? Es könnte gut sein, dass sie zwar spielend schnell etwas aufschnappen, sie können sich aber oft weniger konzentrieren. So in der Art: "Was war das eben? Egal, ich kann mich später darum kümmern."

Wie sieht es im höheren Alter mit der Lerngeschwindigkeit aus?

  • 40-Jährige brauchen 45 Sekunden pro Wort
  • 60-Jährige brauchen 53 Sekunden pro Wort
  • 70-Jährige brauchen 61 Sekunden pro Wort
  • 80-Jährige brauchen 69 Sekunden pro Wort

70-Jährige brauchen also anderthalbmal so lange wie Studenten. Sie brauchen mehr Zeit - sie haben aber auch mehr Zeit. Darum sollte man sich nie einreden, zu alt zum Lernen zu sein! Sonst verbauen Sie sich Möglichkeiten.

Sprachen lernen ist jederzeit möglich! Im reifen Alter etwas Neues zu lernen, hat sogar Vorteile:

  • Wer lernt, verändert seine Gewohnheiten.
  • Sie widerlegen das Vorurteil, dass Altern und Verfall ein und dasselbe seien. (Sich darüber zu empören, hilft nur wenig). Besser ist zu zeigen, dass es auch anders geht!
  • Sie bleiben fit.
  • Rentner können oft eine Fremdsprache viel intensiver nutzen, als Jüngere. Sie können häufiger verreisen und länger im Ausland bleiben.
  • Eine Fremdsprache ist ein Schutz vor Altersarmut: Wenn die Rente in Deutschland nicht reicht, kann man auswandern und woanders billiger leben.

Eine neue Sprache zu lernen, kann das Leben verändern. ¿Entiendes? 🙂

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